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Die Kunst zu schenken!

Es gibt enorm viel zu tun in diesen letzten Tagen vor Weihnachten. Beruflich muss vor dem Jahresende scheinbar noch alles geklärt und geregelt werden. Viele Besprechungen, Reisen, Mails.

Und Weihnachten kommt immer näher und muss vorbereitet werden.

Dazu gehört auch das Schenken.

Ich bewundere Menschen, die das strukturiert und schon im Laufe des Jahres regeln. Leider gehöre ich nicht dazu. Also werde ich jetzt nervös.

Wem schenke ich was? Mache ich den Beschenkten damit eine Freude? Oder wird das Geschenk sofort umgetauscht?

Die Liste der Unglück bringenden Geschenke ist lang: Die Büchse der Pandora als Geschenk des rachsüchtigen Zeus mit bleibenden Folgen für die Menschheit. Der vergiftete Apfel für Schneewittchen. Oder das Geschenk an die Trojaner, das Riesenpferd mit Kriegern im Bauch.

Die Geburt der Pandora von James Barry: Bis die Bescherung losging war noch alles in Ordnung.

Und auch heutzutage gibt es Geschenke, die sofort retourniert werden.

Genauso schwierig: Wo besorge ich die Geschenke? In überfüllten Läden oder über einen Lieferservice, der Müll und Verkehr und damit auch Emissionen verursacht?

Ein Geschenk, das ohne Reue und auch ohne Stress kommt, ist Kunst. Sie wendet sich an uns alle, kann ohne große Kosten in Museen und Galerien bewundert werden. Kunst schenkt uns etwas, das nicht im Regal verstaubt: einen anderen Blick auf die Welt, neue Perspektiven und einen erweiterten Horizont. Wenn wir einem Kunstwerk unsere Aufmerksamkeit schenken, beschenken wir uns selbst.

 

Dafür müssen wir das Kunstwerk nicht erwerben. Es muss nicht in unserem Besitz sein und beschenkt uns trotzdem. Aber natürlich kann man Kunstwerke verschenken (hier der Link zu meinem Webshop), so wird Sie zum bleibenden Erinnerungsstück für Schenkenden und Beschenkten.

Ich freue mich auf das neue Jahr und auf neue Kunstwerke in meiner Galerie. Und auf Ihren Besuch, um diese für Sie selbst zu entdecken.

Es grüßt Sie herzlichst

Ihre Simone Menne

Webshop Simone Menne Einblick
Kunst, die Geschichten erzählt: Eine Sammlung von Werken früherer Künstler*innen der Galerie Simone Menne

Vorwort zur Ausstellung

Das konstante Thema in meiner Galerie ist die Ambivalenz der Kunst, die ich für so wichtig halte. Gerade in der heutigen Zeit, in der vieles schwarz-weiß dargestellt wird, wir aber eigentlich die Zwischentöne wahrnehmen müssen, stellt Kunst eine Möglichkeit dar, sich auf diese Ambivalenz einzulassen.

Das Werk von Jared Bartz ist für mich ein gutes Beispiel dafür. Wir sehen Köpfe, die nicht im Detail ausgearbeitet sind, aber trotzdem voller Ausdruck. Wir werden nicht mit den Details belastet, sehen aber einen Menschen, der bei uns ein Gefühl auslöst. Ich vermute auf das grundlegende Gefühl könnten sich auch fast alle, die diese Köpfe betrachten einigen.

Aber diese Köpfe lassen uns – gerade, weil die Detailausarbeitung fehlt – Spielraum.

So sehen uns also stille Köpfe an und fordern uns durchaus lautstark auf, sie zu lesen, mit ihnen in eine – wenn auch stille – Kommunikation zu gehen.  

 

 

"Manchmal muss man einfach gar nichts sagen. Die Stille spricht für sich. // Sometimes you don't have to say anything. Silence speaks it all."Disha Patani
Jared Bartz Kettensäge Kunstwerk

Und es entsteht noch eine weitere Sichtweise, die durch die unterschiedlichen Materialien Holz und Bronze möglich ist. Wenngleich die Bronzen aus dem Holz entstehen, geben sie doch einen anderen Eindruck wieder und ändern vielleicht sogar die Interpretation des Werkes beim Betrachtenden ändern.

Schließlich gibt es unterschiedliche Dimensionen, nämlich Köpfe zwei- und dreidimensional, wobei ein den neuesten Werken die Köpfe nicht mehr klar durchdringen, dem Werk aber zugrunde liegen und erahnt werden können.

Ist diese Ausstellung nun geschwätzig oder still? Wir meinen sie vereint beides.

Der Künstler sagt uns, er hätte diese Auseinandersetzung und Konversation abgeschlossen. Nun laden wir Sie ein, diese Konversation zu beginnen.

  Ein eigenes Zimmer ist noch zu wenig

Mein Arbeitszimmer dient mir oft als Refugium – ein Raum, in dem sich meine Fantasie entfalten kann, in dem meine Ideen Gestalt annehmen und ich neue Impulse für meine Arbeit gewinne. Als ich kürzlich im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe die Ausstellung The F* Word – Guerilla Girls und feministisches Grafikdesign des New Yorker Künstlerkollektivs Guerilla Girls besucht habe, wurde mir wieder einmal bewusst, dass ein solcher Raum für viele Frauen im Kunstbetrieb noch unerreichbar ist. Und das mag auch einer der Gründe sein, warum die Arbeit von Künstlerinnen so unterrepräsentiert sind. Bereits das Plakat an der Vorderseite des Museums zeigt hier beispielsweise, dass nur 1,5 % der Werke in der Grafiksammlung von Künstlerinnen stammen.

Kunst ist ein exklusiver Club

Die Ausstellung enthüllt den engen Rahmen, der Frauen und anderen marginalisierten Gruppen in der Kunst eingeräumt wird. Das Hamburger Museum ist kein Einzelfall; noch 2012 waren nur fünf bis zehn Prozent der ausgestellten Kunstschaffenden in amerikanischen und europäischen Spitzenmuseen Frauen. Damit steht die Kunstwelt in Sachen Parität noch schlechter da als die Wirtschaft, auch wenn das Bild in den Vorstandsetagen vieler Unternehmen ähnlich homogen und keineswegs geschlechterdivers aussieht. In Deutschland beträgt der Anteil von Frauen in Führungspositionen im Jahr 2023 knapp dreißig Prozent, was unter dem EU-Durchschnitt liegt.

Fotografie © Simone Menne

 

 

Fotografie © Simone Menne, © Guerrilla Girls, courtesy guerrillagirls.com

Die Autonomie des eigenen Zimmers…
Nach dem Besuch der Ausstellung kam mir Virginia Woolfs Essay „Ein Zimmer für sich allein“ von 1921 in den Sinn. Woolf argumentiert, dass die Meinung über Frauen im Literaturbetrieb in hundert Jahren ganz anders aussehen werde, sofern Frauen über finanzielle Unabhängigkeit und eigene Ressourcen verfügen würden: „Eine Frau braucht Geld und ein Zimmer für sich allein“[1], so Woolf, um erfolgreich sein zu können. Hundert Jahre sind längst vorbei und bis man in Paris 2021 mit Laurence des Cars eine Direktorin in den Louvre berufen hat, suchte man lange vergeblich nach einer Frau an der Spitze der drei meistbesuchten Museen der Welt (British Museum, Louvre und das Metropolitan Museum of Art).
 
…und die Möglichkeit des gemeinsamen Raums

Was können wir also tun, um Parität zu erreichen? Wir müssen das Geschlechterverhältnis in den Museen kritisch reflektieren, so wie es derzeit in Hamburg geschieht. Jenseits des Kunstbetriebs sind die politisch Verantwortlichen bereits in der Vergangenheit zu verpflichtenden Maßnahmen aufgefordert worden – Stichwort Quote – und das mit Erfolg: Laut einer aktuellen Studie der Universität Tübingen steigert beispielsweise eine höhere Anzahl von Frauen in Aufsichtsräten die Profitabilität des Unternehmens.

Eine weitere Möglichkeit könnte sein das eigene Zimmer zu öffnen und gemeinsame Räume zu schaffen. Woolfs Essay mahnt, dass Frauen nicht nur einen Arbeitsplatz (oder vielmehr Platz in der Arbeit) brauchen, sondern auch Zugang zum gesellschaftlichen Diskurs einfordern müssen, wollen sie ihr kreatives Potenzial voll ausnutzen. Mit meiner Galerie, die Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Welt willkommen heißt, hoffe ich, einen solchen gemeinsamen Raum geschaffen zu haben, in dem wir uns künstlerisch auf Augenhöhe begegnen. „Meisterwerke sind keine isolierten und einsamen Geburten; sie sind das Ergebnis jahrelanger gemeinsamer Überlegungen“, schrieb Virginia Woolf. In dieser Erkenntnis kann die Kraft zur Veränderung liegen.

 
Literaturhinweis

[1] Woolf, Virginia: Ein Zimmer für sich allein, Reclam, Dietzingen, 2012.

Abbas Khider liest aus:

Der Erinnerungs-fälscher

Über das Buch:

Said Al-Wahid lebt mit seiner Frau Monica und dem Sohn Ilias in Berlin-Neukölln. Als der Schriftsteller erfährt, dass seine Mutter im Sterben liegt, reist er zum ersten Mal seit seiner Flucht zurück in das Land seiner Herkunft. Je näher Said seiner Familie in Bagdad kommt, desto stärker kommen die Erinnerungen zurück: an die Jahre des Ankommens in Deutschland, an die monatelange Flucht über Afrika nach Europa und schließlich an Momente aus seiner Kindheit im Irak. Eine Lebensgeschichte von enormer Wucht, die von einem Neubeginn in Deutschland und dem Zurücklassen der Heimat erzählt.

Über den Autor:

Abbas Khider wurde 1973 in Bagdad geboren. Mit 19 Jahren wegen seiner politischen Aktivitäten verhaftet, floh er nach seiner Entlassung 1996 aus dem Irak. Seit 2000 lebt er in Deutschland und studierte Literatur und Philosophie in München und Potsdam. 2008 erschien sein Debütroman „Der falsche Inder“. Es folgten die Romane „Die Orangen des Präsidenten“ (2011) und „Brief in die Auberginenrepublik“ (2013). Er erhielt verschiedene Auszeichnungen, zuletzt wurde er mit dem Nelly-Sachs-Preis, dem Hilde-Domin-Preis und dem Adelbert-von-Chamisso-Preis geehrt.

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Wege aus der Fischkrise: Kunstaktion und Podiumsdiskussion in der Galerie Simone Menne

Am 6. Oktober 2022 kommen ab 18:30 Uhr Vertreter*innen aus Fischerei, Wissenschaft, Handel und Umweltverband zu einer öffentlichen Veranstaltung in der Galerie Simone Menne zusammen. Sie diskutieren über Risiken und Chancen der Krise, in der sich die Ostsee und ihre Fischbestände befinden. Besucher der Podiumsdiskussion können zusätzlich eine Skulptur des Künstlers Jared Bartz betrachten. Diese fungiert als Botschafterin der Fische gegen die Zerstörung der Meere. Der Eintritt ist frei.

Hintergrund der Veranstaltung

Es ist kein Geheimnis: Die Ostsee und das Fortbestehen ihrer Fischbestände sind in Gefahr! Aber was können wir tun, um diese Gefahr abzuwenden? Ergeben sich aus der Krise Chancen für eine komplette Kehrtwende des kommerziellen Fischfangs hin zu mehr Nachhaltigkeit? Wenn auch Sie Antworten auf diese Fragen suchen, sind Sie hier richtig. Der zeitgenössische Künstler Jared Bartz möchte mit einer Skulptur denen eine Stimme geben, die nicht für sich selbst sprechen können: Dem Meer und den Fischen. Im Rahmen der BUND Kunstaktion „Voice of the fish“ wird sie in Deutschland, Luxemburg, Frankreich, Spanien und Portugal zu sehen sein. An jedem ihrer Aufenthaltsorte finden zusätzlich Veranstaltungen statt, die über die Bedrohung der Meere im jeweiligen Land aufklären. Schon vor der Podiumsdiskussion können Sie sich die Skulptur ab dem 3. Oktober in der Galerie Simone Menne ansehen.

Dr Gindi präsentiert »Variations of Human Existence«

Vom 3. September bis 4. Oktober ist die deutsch-ägyptische Bildhauerin Dr Gindi mit ihren Werken in der Galerie Simone Menne zu Gast. Die Einzelausstellung, auf der ausschließlich Arbeiten von Dr Gindi zu sehen sind, öffnet am Samstag, 3. September. Zur Vernissage ab 15 Uhr sind alle Kunstinteresssierten herzlich eingeladen.

Gestalten in Bronze

Die Ausstellung »Variations of Human Existence« zeigt eine Auswahl von Skulpturen, die sich mit wiederkehrenden Themen in Dr Gindis Werk befassen, beispielsweise der existenziellen Sehnsucht des Menschen und der Wahrnehmung der Unendlichkeit. Zu sehen sind unterschiedliche Bronzeskultpuren aus verschiedenen Phasen des Schaffens der Künstlerin.

Über die Künstlerin

Dr. Gindi ist Medizinerin und deutsch-ägyptischer Herkunft. Ihr Leben lang hat sie zwischen und mit unterschiedlichen Kulturen verbracht und menschliche Abgründe kennengelernt und erforscht. Unter anderem hat sie bereits in den USA, der Schweiz und Spanien ausgestellt.

Bild „Fundstücke“ aus „Die Nachtwanderin“, erschienen bei mixtvision, 2014, Technik: Indigo-Buntstift auf Papier, 19,5 x 30 cm

Einar Turkowski stellt in der Galerie Simone Menne aus

In der Ausstellung mit dem Titel „Welcome to Pinewood“ sind Kinderbuchillustrationen des Künstlers zu sehen. Kunstliebhaberinnen und -liebhaber können Originale der Zeichnungen direkt vor Ort erwerben.

In den Werken des Illustrators, Grafikers und Kinderbuchautors tummeln sich Fabelwesen und Tiergestalten in traumhaft-bizarren Nachtlandschaften. Gegenstände erscheinen verwandelt – fast so, als kämen sie aus der Zukunft oder einer anderen Galaxie. Der Künstler lässt den Betrachter in seinen meist schwarz-weißen Zeichnungen in neue Welten eintauchen.

Einar Turkowski ist in der Nähe von Kiel zu Hause und hat unter anderem als Dozent für das Fach Buchillustration an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg gearbeitet. Momentan unterrichtet er Illustration an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel. Für seine Arbeiten wurde der 1972 geborene Künstler mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Troisdorfer Bilderbuchpreis, dem Grand Prix der Biennale der Illustrationen in Bratislava und dem CRESCHER AWARD. Die Galerie hat für die Vernissage ein Hygienekonzept aufgestellt und hält sich an die jeweils gültigen Regeln der Landesverordnung Schleswig-Holstein.

Rainer Moritz liest aus „Unbekannte Seiten“

Am Dienstag, 22. März, um 19:00 Uhr liest der Leiter des Literaturhauses Hamburg und Autor Rainer Moritz in der Galerie Simone Menne aus seinem Buch „Unbekannte Seiten“. Seine Kurzgeschichten basieren auf einem Körnchen Wahrheit und viel erzählerischer Freiheit.

„Unbekannte Seiten“ ist eine Anekdotensammlung aus dem Leben bekannter Schriftsteller*innen. Je nach Ereignis und Persönlichkeit sind diese komisch, tragisch oder packend. Die Leser*innen begleiten Albert Camus auf den Fußballplatz und erfahren, warum Eduard Mörike in eine Gardine schnäuzt. Auch den Kampf des sterbenskranken Oscar Wilde mit der ästhetisch missglückten Tapete in seinem Pariser Hotelzimmer lässt der Autor nicht aus. Dies sind nur ein paar Beispiele für die vielen skurrilen Geschichten, die Interessierte im Buch und während der Lesung erwarten.

Larissa Stawicki liest aus »Dirty Colors«

Am Dienstag, 18. Januar, um 18:30 Uhr liest die Autorin Larissa Stawicki in der Galerie Simone Menne aus ihrem Buch »Dirty Colors« – und nimmt Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf ein Naturabenteuer der besonderen Art.

2019 lässt sich die heute 29-jährige Autorin von ihrem wanderbegeisterten Freund Finn Bastian überreden, mit ihm gemeinsam den Pacific Crest Trail im Westen der USA zu wandern – einen mehr als 4.000 Kilometer langen Wanderweg. Gemeinsam erklimmen sie verschneite Höhen, schleppen sich durch sengende Hitze und lassen sich von der Schönheit der Natur verzaubern. Doch kurz vor dem Ziel verstirbt Finn durch einen tragischen Unfall.

Zurück in Deutschland verarbeitet Larissa ihre Erfahrungen, indem sie darüber schreibt. In »Dirty Colors« spricht sie offen darüber, wie sie mit dem Tod ihres Partners umgeht. Das Buch ist außerdem eine Liebeserklärung an die Wälder und Berge in den fernen USA, die Gemeinschaft unter Wanderern und Sinnsuchern und an die Abenteuer des Lebens.

Karten für die Lesung gibt es für fünf Euro in der Evangelischen Bücherstube in Kiel. Nach der Lesung können alle Gäste mit der Autorin über ihr Buch sprechen und ihr eigenes Exemplar erwerben. Für die Veranstaltung gilt die 2G-Regel.

Evangelische Bücherstube Kiel

Neue Ausstellung ab 5. Juni: Werke von Eelke van Willegen

Neue Ausstellung ab 5. Juni: Werke von Eelke van Willegen

Ab dem 5. Juni 2021 ist die neue Ausstellung mit dem Titel „Fernweh/Wanderlust“ in der Galerie zu sehen: Der niederländische Künstler Eelke van Willegen wird mit einigen seiner Werke zu Gast sein.

Der Maler und Bildhauer fertigt unter anderem großformatige abstrakte Objekte aus Metall. Einige kleinere Arbeiten sind in der Galerie zu bewundern, größere Exponate wird der Künstler zeitgleich auf der NordArt ausstellen, einer der größten jährlichen Ausstellungen zeitgenössischer Kunst in Europa.

„Mücken, die im Licht schwirren“

Im März 2021 war der Kieler Künstler Rolf Reiner Maria Borchard bei mir in der Galerie für ein Kunstgespräch zu Gast, das live auf Instagram gesendet wurde. Ich habe mit ihm über Exponate der Ausstellung „Architektur – Figur – Landschaft“ gesprochen. Eine aufbereitete Form des Interviews ist nun hier nachlesbar, das aufgezeichnete Gespräch finden Sie auf Instagram.

Zum Interview

Aktuelle Ausstellung „Architektur – Figur – Landschaft“: Fotografien und Grafiken von Rolf Reiner Maria Borchard

Rolf Reiner Maria Borchard beschrieb seine Emeritierung 2006 einmal als den Start in ein zweites, ganz freies Leben. Dieses widmete er in den letzten Jahren vor allem der Landschafts- und Standfotografie, was insgesamt neun Bildbände anschaulich dokumentieren. Der ehemalige Professor der Muthesis-Fachhochschule in Kiel konzentriert sich bei seinen Fotografien auf die Struktur von Landschaftselementen wie Häusern, Straßen oder Bäumen – und beachtet gleichzeitig Details und Linienführung. Das Sujet ist dabei häufig Kiel oder die nähere Umgebung.

Seit Anfang 2020 widmet sich Borchard neben der Fotografie einem weiteren Medium: Digitalgrafiken. Diese entstehen im Unterschied zu den geplanten Fotografien des Künstlers spontan und können im Entstehungsprozess immer wieder angepasst und verändert werden. Dabei nutzt er ein Programm, welches eigentlich nur zum Schreiben gedacht ist – diese ungewöhnliche Wahl mit selbstaufgelegen Limitierungen ist schon Teil des künstlerischen Prozesses. Das Ergebnis: ein Spiel mit Flächen, Lust an Freiheit und eine gewisse Leichtigkeit. Die Grafiken bilden so einen Gegenpol zu den Strukturiertheit von Borchards Fotografien. Der Künstlersagt selbst: „Durch die Kombination der beiden Medien kann ich mich besser in Gänze präsentieren – denn jeder Mensch hat ganz unterschiedliche Facetten“

Katalog

 
 
 
 

Special Event: Visual Landscapes @Galerie Simone Menne

Kunst erfahrbar machen, ihr einen Raum geben: das ist vor allem während der aktuellen Corona-Krise riesige Herausforderung und hochaktuelles Thema zugleich. Umso mehr freue ich mich darüber, gerade jetzt neue Formen der Präsentation und Darstellung von Kunst im Raum ausprobieren zu dürfen – dieses Mal in Kooperation mit den Veranstaltern des Kieler Festivals „Frequenz – Musik Heute“ sowie der Stadt Kiel und der Dänischen Straße.

Die neue Veranstaltungsreihe „Visuelle Landschaft – Public Spaces“ feiert am Freitag, 25. September 2020 um 19 Uhr ihren Auftakt mit einer Open-Air Veranstaltung in und an der Galerie Simone Menne. Mit dabei sind Werke von Robert Seidel, Meisterschüler von Neo Rausch, der Künstlerin und Komponistin Alexandra Hallen, der Künstlerin und Dozentin Liu Chang aus Shanghai, der dänischen Künstlerin Rikke Benborg und des Autors und Filmemachers Jan van Hasselt. Die Videoscreenings werden an den Fenstern meiner Galerie präsentiert, so dass sich die gesamte Ausstellung unter freiem Himmel erleben lässt. Ich bin sehr gespannt darauf, welche Synergien von Kunst und Raum auf diese Weise entstehen werden.

Die Veranstaltung ist kostenlos. Sie sind alle herzlich willkommen. Wenn möglich, bitte ich Sie, sich unter folgendem Link anzumelden.

Anmeldung Frequenz-Festival

Sonderausstellung „The New Naked“ mit Sonja Brüggemann

Durch die Corona-Pandemie haben wir in den letzten Monaten einen regelrechten Schwund an Kunst und Kultur in der Öffentlichkeit erlebt. Mit dem Projekt „Maßnahme“ wollen Kunstschaffende vom 28.08. bis 13.09. in Kiel diesem Schwund entgegenwirken – und gleichzeitig leerstehende Flächen beleben. Die Galerie Simone Menne stellt daher Porträtfotos von Sonja Brüggemann am Schwedendamm 9 aus: Die Ausstellung „The New Naked“ beschäftigt sich damit, wie sich unser Alltag seit Covid-19 verändert hat. Sie zeigt eine neue Art der Verletzlichkeit, die dadurch entsteht, dass wir uns nur noch mit Maske im öffentlichen Raum treffen dürfen. Die Entstehung der Fotografien verlief dabei anders als übliche Portrait-Projekte: Normale Zeichen non-verbaler Kommunikation, Emotionen und Gesichtsausdrücke entfallen fast vollständig. Das Lächeln hinter der Maske ist häufig nicht erkennbar.

Ich kenne Sonja Brüggemann schon lange, zuerst durch ihre Industriefotografien, dann über ihre künstlerischen Werke. Der Blick in die Gesichter von „The New Naked“ berührt mich sehr. Als Außenstehender zeigt sich die Individualität der einzelnen Personen vor allem durch die Auswahl der Masken.

Sie können die Sonderausstellung vom 28.08. bis 13.09. jeweils donnerstags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr besuchen.

Mehr Informationen, auch zu den anderen Ausstellungen, finden Sie hier

 

Vorherige Ausstellung: [:reboot] von Jörg Plickat und Rotraut Fischer-Plickat

Ich freue mich besonders, in meiner Galerie den Schmuckstücken von Rotraut Fischer-Plickat sowie Skulpturen und Zeichnungen von Jörg Plickat einen Raum zu geben. Das von Jörg Plickat gewählte Material, Stahl, spielte eine entscheidende Rolle in der Kieler Geschichte: Es erinnert an Schiffbau und Waffentechnik. Der Naturstein-Schmuck von Rotraut Fischer-Plickat bietet einen filigranen Kontrast zu den massiven Skulpturen, die verwendeten Steine sind ebenfalls stumme Zeugen der Erdgeschichte.

Mehr Informationen zu den Schmuckstücken und Skulpturen finden Sie in unserem Katalog:

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